Montag, 25. März 2013

Buchrezension: "Der Professor"

Titel: Der Professor
Autor: John Katzenbach
Inhalt:
Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Damit haben sich seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Vor seinem inneren Auge erscheint die Schreckensvision seines unaufhaltsamen, unheilbaren Abgleitens in die Dunkelheit. Verstört blickt der alte Mann auf die Straße hinaus und sieht in der anbrechenden Dämmerung ein vielleicht sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der alte Professor ist verwirrt. Hat er gerade eine Entführung beobachtet? Wenn es tatsächlich ein Verbrechen war, muss er handeln. Die Frage ist nur, wie. Kann er noch klar genug denken, um das Mädchen zu finden?

Rezension:
Ich glaube ich habe noch nie so lange an einem Buch gelesen. Ich finde es zog sich doch sehr in die Länge und das hin und her springen zwischen mehreren Charakteren erschwert irgendwie auch etwas das Lesen. Ich fand es teilweise wirklich anstregend nach einem Charakterwechsel immer wieder umzuschalten.
Auch das es am Anfang so lang gezogen wird und irgendwie nicht in die Gänge kommt verleitet meiner Meinung nach auch nicht so wirklich zum weiterlesen. Ich habe ein paar mal mit dem Gedanken gespielt das Buch wegzulegen und nichtmehr weiter zu lesen. Habs aber dann doch tapfer weiter gelesen und muss sagen, zum Ende hin wurde es doch noch richtig spannend und jetzt im Nachhinein kann ich die Story auch nachvollziehen.

Mit der Person des Professors ist John Katzenbach eine starke Figur gelungen, die mit purer Willenskraft gegen eine unheilbare und unaufhaltsame Krankheit ankämpft, um ihre Mission zu erfüllen. Der Autor will seine Leser emotional berühren – und das gelingt im hervorragend. Denn auch Jennifer ist eine für ihre Altersgruppe durchaus ungewöhnliche Persönlichkeit – was sich vor allem im anrührenden Finale des Buches nachdrücklich zeigt. Verraten wird das hier natürlich nicht – selber lesen lohnt sich absolut. Ein wirklich starkes Buch, das weitgehend ohne Action auskommt, aber dennoch einen enormen Spannungsbogen bietet.

Mein Fazit: Ein wirklich gutes Buch, eine gelungene Story aber leider in der ersten Hälfte zu sehr in die Länge gezogen weshalb es auf mich anfangs teilweise langweilig wirkte. Ich empfehle das Buch weiter, würde es selbst aber kein zweites mal lesen.
Von mir gibt es dieses mal nur drei von fünf Sternen.
 
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